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Verkäufer im Rampenlicht: Daniel Light Ezekiel (Lagos, Nigeria)

 The Big Issue Lagos - Nigeria Montag, 6. Februar 2012

Die neueste Ausgabe von “Verkäufer im Rampenlicht” handelt von Daniel Light Ezekiel (28), einem Verkäufer des “Big Issue Lagos“ in Nigeria. (767 Wörter) - Von Ali Smart

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Daniel Light Ezekiel (28), a vendor of The Big Issue Lagos.Photo courtesy of The Big Issue Lagos

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Daniel Light Ezekiel (28), a vendor of The Big Issue Lagos.Photo courtesy of The Big Issue Lagos

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Daniel Light Ezekiel (28), a vendor of The Big Issue Lagos.Photo courtesy of The Big Issue Lagos

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Daniel Light Ezekiel (28), a vendor of The Big Issue Lagos.Photo courtesy of The Big Issue Lagos


Die beste Art, diesen dunkelhäutigen, schmalen jungen Mann zu beschreiben, ist ihn ein Rätsel zu nennen. Warum? Dieser Mann ist wörtlich auf verschlungenen Pfaden durchs Leben gegangen, dorthin, wo sogar die Engel Angst hätten. Daniel Light Ezekiel, 28, Verkäufer des "Big Issue Lagos", ist nicht einfach nur der Junge von nebenan, er ist viel mehr.

Vor die Entscheidung gestellt zwischen der Arbeit für eine Miliz im Niger-Delta mit seinen Kumpels und allen Annehmlichkeiten, die damit einhergehen, oder einem ehrbaren Leben, wo allerdings der Kampf ums Überleben gleichzusetzen ist mit dem Leben selbst, entschied er sich für Letzteres.

Entschlossen, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, verließ Dan, wie ihn seine Freunde liebevoll nennen, vor ein paar Jahren seine Heimat im Bundesstaat Delta, um in der Metropole Lagos ein besseres Leben zu finden. Ohne jede Hilfe von außen musste er auf der Straße auf die harte Tour überleben, indem er verschiedene Jobs annahm. Zeitweise wusch er Autos im niemals endenden Verkehr von Lagos.

Aber trotz seiner Situation hatte er große Träume und Pläne. Wie Martin Luther King Jr., die große amerikanische Ikone, ist er davon überzeugt, und zwar sehr fest, dass er, wenn er sich nur ernsthaft darauf vorbereitet, eines Tages Großartiges leisten wird. Folglich bleibt sein Mantra "arbeite und bete."

Als entschlossener und motivierter Mensch sieht er jede Schwierigkeit als eine Möglichkeit, seine Ziele im Leben zu erreichen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum seine Hartnäckigkeit und die Ernsthaftigkeit, mit der er die Dinge anpackt, ihn nie aufgeben ließen, obwohl er vorher über keine Fähigkeiten als Geschäftsmann verfügte.

Obdachlosigkeit in Lagos (Nigeria)

Lagos hat 14 Millionen Einwohner und beherbergt einige der größten Slums der Welt. Die Armut nimmt überhand, und es herrscht ein massiver Mangel an Arbeits- und Ausbildungsplätzen für die Menschen am Rande der Gesellschaft, die so gezwungen werden, ihr Geld mit Prostitution und Drogenhandel zu verdienen oder sich mit Drogen zu betäuben. Die Obdachlosen und Slumbewohner haben nur eingeschränkte Möglichkeiten, sich über ihre Rechte zu informieren, und es gibt für sie kaum Wege, sich Gehör zu verschaffen.

"The Big Issue Lagos" nimmt sich dieser Probleme an, indem er Menschen, die in Armut leben, Arbeit und Ausbildungsplätze bietet. Die Verkäufer kaufen die Straßenzeitung für die Hälfte des Verkaufspreises und verkaufen sie mit Profit weiter. So erhalten sie ein angemessenes und regelmäßiges Einkommen.

Ein gewöhnlicher Tag als Zeitungsverkäufer beginnt für ihn um acht Uhr morgens. "Wenn ich morgens aufwache, spreche ich zuerst meine Gebete. Anschließend ziehe ich mich an, gehe los und verkaufe mein "Big Issue"-Magazin im Stadion in Surulere. Wie lange ich bleibe, hängt davon ab, wie es an einem Tag läuft - wenn ich etwas verkaufe, möchte ich länger bleiben, um mehr Geld zu verdienen, aber wenn ich nichts verkaufen kann, höre ich normalerweise gegen Mittag auf", sagt er.

So gern er auch das Magazin in der ganzen Metropol-Region von Lagos vermarkten möchte - sein Bein, das ihm seit einer Polio-Erkrankung während seiner Kindheit Probleme macht, hat ihn bisher daran gehindert. Also musste er seinen Radius als Verkäufer auf die Brücke unter dem Stadion beschränken.

Neben seiner Arbeit als Verkäufer hält er Körper und Seele zusammen, indem er "unter der Brücke Handybatterien auflädt. Das hilft mir dabei, die Zeiten, in denen ich nichts verkaufe, auszugleichen".

Obwohl er mit seinem Job als Verkäufer nicht gerade viel verdient, gibt Dan zu, dass diese Arbeit ihre eigenen Vorteile hat, die man nicht hoch genug schätzen kann. "Jetzt kann ich den Leuten mit neuem Selbstbewusstsein gegenübertreten. Außerdem weiß ich jetzt, dass ich auch einige andere Dinge tun kann, die ich bisher noch nie getan habe", sagt er mit Enthusiasmus.

Obwohl er auf seine Arbeit als Zeitungsverkäufer stolz ist, betrachtet er diesen Job nicht als etwas, was er sehr viel länger tun will. "Ja, ich bin stolz darauf, ein Zeitungsverkäufer zu sein. Aber ich weiß auch, dass ich diesen Job nicht lange machen werde, weil ich das, wonach ich suche, noch nicht gefunden habe. Aber als Verkäufer zu arbeiten ist sicher besser als überhaupt nichts zu tun."

Dan, der auch den Namen "Oghenemaro" trägt, der "Mein Gott ist groß" bedeutet, hofft, eines Tages ein großer Musiker zu sein. Er schreibt Gospel-Songs und singt auch.

"Als jemand, der singt und Musik komponiert, möchte ich eines Tages erleben, dass meine Songs auf der ganzen Welt gespielt werden", sagt er ziemlich selbstbewusst. Seine musikalischen Vorbilder sind Kirk Franklin und Don Moen.

Auf die Frage, ob er eine dieser musikalischen Größen imitieren möchte, antwortet er trocken: "Nein. Ich möchte nur ich selbst sein."

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